07 Dez

“pssst…im Innenhof is aber Ruhe!!!!!”

Es ist der 6.Dezember, Nikolausabend, Berlin misst 4°C und der Wodka auch. Mit anderen Worten: die perfekte Ausgangssituation, um einen wunderbaren Abend in der Welthauptstadt der minimalistischen Tanzverrücktheit zu begehen. Deswegen schnell die Wodkaflasche aus dem Kühlapparat geschnappt, dazu noch eine Cola oder Energiegetränk deiner Wahl, Ausweis nicht vergessen und ab in die U-Bahn oder in jedes anderes beliebige Nahverkehrsmittel. Genau das taten die HUNDERTMARKS, wie auch etwa die gefühlte Hälfte Berlins. Nichtsdestotrotz traf man sich guten Mutes einmal mehr im wunderschönen Friedrichshain, um sich mit Freund Gorbatschow und Konsorten auf einer Privatparty auf, sagen wir mal, Betriebstemperatur zu bringen, um den vorherrschenden Witterungsbedingungen gerecht zu werden. Gesagt getan und schon befanden wir uns auf dem Weg in die Pappelallee, nahe der Eberswalder Str.15. Ziel: Das Ballhaus Ost.[album=5,extend]

Wir hatten die Ärmel hochgekrempelt, denn es war “Möbelrücken” angesagt. Eine beliebte und mittlerweile auch durchaus bekannte Partyreihe des Delikat sollte uns den Abend mit süßen Klängen feinster elektronischer Musik versüßen. Auch das Lineup sah auf den ersten und auch den zweiten Blick relativ gut aus und auch die 8€ Eintritt waren noch gerade so zu ertragen.  Angekommen, im Innenhof nach Aufforderung zwecks der Ruhestörung angrenzender Wohnbauten geschwiegen und durch die verwinkelten Gassen im inneren des Gebäudes gekämpft, die eher an “Das Haus das Verrrückt macht” aus Asterix und Obelix erinnerte. Puh, die Garderobe aufgrund starker Überfüllung ausgelassen und endlich im Herzen des Ballhauses angekommen, hieß es dann erst einmal “Wow!”, dann aber doch “Achso!”. Denn der Raum der erst seiner Größe geschuldet an eine Art Bahnhofshalle erinnerte, entpuppte sich als spiegelverhangener Raum. Resultat: Keine schlechte Idee, wenn auch in einigen Situationen unheimlich. Auf jeden Fall aber ein sehr ansprechendes Publikum. Leute mit Bob-Marley-Pullover tanzten neben dem Techno-Jünger der seit 2 Stunden den Moment seines Lebens hat. Kein Einheitsbrei an Menschenmasse, “clash of cultures” durch und durch. Die Musik, kurz gesagt, über weite Teile eine wahre Wonne, überaus tanzbar wie auch gleichzeitig entspannend. Zusammengefasst ein mehr als gelungener Abend, dem man auch ein zweites Mal ein Stelldichein widmen würde. Also Hausaufgabenheft gezückt und Termine über Delikat-homepage gezogen und eingetragen. Dann kann ja nichts mehr schief gehen. Bis dann, im Haus, das verrückt macht…

  • Twitter
  • Facebook
  • Tumblr
  • del.icio.us

2 Comments

  1. 1 07/12/2008 at 20:11
    Permalink

    Ich bin stolz auf Basti, aber ach auf das verrückte Labyrinth

    AntwortenAntworten
  2. 2
    franz
    08/12/2008 at 17:18
    Permalink

    alter der artikel is von basti? ich hab in meiner unendlichen einfältigkeit gar nicht damit gerechnet .. GEIL! Mehr davon!

    AntwortenAntworten

Add Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *

*
*